Richtig heizen und lüften bedeutet gesund wohnen!

In zunehmendem Maße werden im Winterhalbjahr in vielen Wohnungen vor allem an der Innenseite von Auflenwänden, vielfach auch hinter größeren Möbelstücken, feuchte Stellen und Stockflecken beobachtet. Im fortgeschrittenen Stadium bildet sich Schimmelpilz, der sich rasch ausbreiten kann, Tapeten lösen sich ab, und es riecht modrig. Diese Erscheinungen beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner, sondern es wird auch die Bausubstanz geschädigt sowie der Wärmeschutz der Außenwände herabgesetzt.

Aber was sind die Ursachen?

Die Feuchtigkeit kommt - bis auf ganz wenige Ausnahmen - fast immer von innen aus der Raumluft. Sporen von Schimmelpilzen, die in der Luft schweben, finden auf den feuchten Flecken einen Nährboden, auf dem sie zum Ärgernis der Bewohner wachsen und gedeihen. Zum besseren Verständnis finden Sie hier eine umfangreiche Webseite zu dem Thema. Und warum das Problem früher vermutlich seltener auftrat erfahren Sie hier.

Die nachstehenden Empfehlungen sollen helfen energiesparend zu heizen und zu lüften. Denn für ein behagliches Raumklima gilt der Leitsatz: Richtig heizen und lüften bedeutet gesund zu wohnen.

Nicht überheizen.

Heizen Sie alle Räume ausreichend und vor allem möglichst kontinuierlich, da das neuerliche Erwärmen ausgekühlter Räume sehr viel mehr Energie verschlingt als die kontinuierliche Heizung auf niedrigem Niveau. Wer die Heizung zu stark aufdreht, verschwendet Energie und damit Geld. Als ideale Raumtemperatur für den Wohn- und Arbeitsbereich gelten 20 Grad Celsius. Wer es schafft, die Temperatur auch nur um ein Grad abzusenken, spart damit rund sechs Prozent der Heizkosten. 

Bedarfsgerecht heizen.

Dachstudio, Gästeraum, Arbeitszimmer: Manche Bereiche des Hauses werden nur kurz genutzt. Sie sollten ansonsten auf niedriger Temperatur weitergeheizt werden. Aber halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen stets geschlossen. Andernfalls dringt mit der wärmeren Luft aus Nebenräumen zu viel Feuchtigkeit ein, die beim Abkühlen der Luft dann zum Teil als Kondensat ausfällt und zu Schimmelbildung führen kann.

Stellen Sie die die Wärmeabgabe der Heikörper sicher.

Verkleidungen, lange Vorhänge oder vorgestellte Möbel vor den Heizkörpern können zu Wärmestau führen.  Durch Wärmeverluste nach außen können sich Ihre Heizkosten um 10-20% erhöhen.

Unterbinden Sie die Luftzirkulation nicht.

Das ist besonders wichtig an Außenwänden. Möbelstücke sollten deshalb mindestens 5 cm (besser 10 cm) Abstand zur Wand haben,besonders solche auf geschlossenem Sockel.

Lüften Sie bedarfsgerecht und dennoch energiebewusst.

Dies ist besonders bei fugendichten Fenstern notwendig - also praktisch allen neuen oder aufgearbeiteten Fenstern. Sie dient nicht nur dazu, verbrauchte Luft durch hygienisch einwandfreie zu ersetzen. Eine wesentliche Aufgabe des Lüftens ist auch die Abführung von Wasserdampf, der Hauptursachen für Schimmelbildung.

Lüften Sie im Winter nur kurz und intensiv.

Vermeiden Sie Dauerlüften während der Heizperiode. Offene oder gekippte Fensterflügel verursachen ein Mehrfaches an Wärmeverlusten gegenüber einer gezielten Stoßlüftung. Sie sollten deshalb Fenster und Türen kurzfristig weit öffnen und nach Möglichkeit Durchzug schaffen. Nach etwa fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte, feuchte Raumluft durch trockene Frischluft ersetzt, die dann nach Erwärmung wieder zusätzlichen Wasserdampf aufnehmen kann.
Der Vorteil dieser Stoßlüftung ist, dass mit der verbrauchten Luft nur die darin enthaltene Wärme entweicht, wärend die in den Wänden und Einrichtungsgegenständen gespeicherten Wärmemengen im Raum bleiben.